X
X

System on Modules (SOM)/Computer on Modules (COM)

Was ist ein System on Module?

Bei einem System on Module (SOM) oder auch Computer on Module (COM), handelt es sich um einen kleinen Embedded Computer, welcher auf ein Trägerboard gelötet oder gesteckt wird. Dabei befinden sich alle relevanten Funktionseinheiten auf dem Modul, wie zum Beispiel Prozessor- und Grafikeinheit, Arbeits- (DRAM) und Programmspeicher (NOR, NAND, eMMC), sowie Takt- und Energiemanagement und eine Vielfalt an Kommunikationsschnittstellen (Ethernet, WiFi, Bluetooth, USB, SPI, I2C, UART, etc.).

Ein SOM kapselt die wesentlichen Teile eines Embedded Computers und ist im Gegensatz zu einem Single Board Computer (SBC) kein einsatzbereites System. Die dazu fehlenden Bestandteile, wie z.B. Stromversorgung, Steckverbinder und weitere erforderliche Bauteile müssen auf dem SOM-Trägerboard untergebracht werden.

Die Anwendungsgebiete der System on Modules sind vor allem im Bereich der multimedialen Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) sowie in der Automatisierung, Robotik und Kommunikation angesiedelt.

Warum gibt es System on Modules?

Mit der voranschreitenden Digitalisierung und den rasant steigenden Anforderungen nach immer leistungsfähigeren sowie kleineren Embedded Computern steigt die Komplexität dieser Systeme rapide an. Um diese Entwicklung für den Anwender beherrschbar zu machen werden immer mehr Funktionen von den führenden Halbleiterherstellern in System on Chips (SoC) integriert.

Unser Ziel als SOM-Hersteller ist es, die kritischen Timings der High-speed Komponenten sowie die sehr hohe Anzahl an Verbindungen auf möglichst kleinem Raum unterzubringen und das SOM in hoher Qualität und Stückzahl zu produzieren.

Was sind die Vorteile von System on Modules/Computer on Modules aus Anwendersicht?

Der Anwender kann sich voll und ganz auf seine wesentliche Aufgabenstellung konzentrieren und muss sich nicht mit dem Design eines hochkomplexen Computermoduls herumschlagen. Die wesentlichen Vorteile für den Anwender liegen dabei klar auf der Hand:

Unter dem Begriff „time to market“ versteht man die Dauer von der Produktentwicklung bis zur Platzierung des Produkts am Markt. In dieser Phase entstehen nur Kosten und es werden keine Umsätze erwirtschaftet. Es ist also immens wichtig diese Phase so kurz wie möglich zu gestalten.

Genau hier liegt der größte Vorteil eines System on Module. Eine kürzere Entwicklungsphase - sowohl beim Hardware- als auch beim Softwaredesign - wird dank der sofortigen Verfügbarkeit eines Computermoduls samt passender Software überhaupt ermöglicht.

Dass man dabei auch noch Zeit und somit Geld sparen kann ist ein schöner, nicht unerheblicher Nebeneffekt. Zudem wird durch ein SOM die Komplexität beim Lagenaufbau des Trägerboards meist deutlich reduziert, was zu weiteren Einsparungen bei den Entwicklungs- und Stückkosten führt.

Darüber hinaus hat der Anwender die Flexibilität sich den Prozessor seiner Wahl aus einer SOM-Baureihe einfach auszusuchen. Bei kompatiblen System on Module Baureihen - wie beispielsweise unserer DHCOM Familie – können dadurch einfach Prozessor-Up- bzw. Downgrades vorgenommen werden.

Fazit:
der Einsatz von SOM beschleunigt also nicht nur die Produkteinführung und spart dabei Zeit und Kosten, sondern gibt dem Anwender die notwendige Flexibilität und Qualität beim Produktdesign.

 

Produktübersicht

Benötigen Sie Hilfe? +49 8662 4882 - 0
E-Mail info@dh-electronics.de